Katzen

                                                                              

Ratschläge für einen schlechten Transport zum Tierarzt:(Frei nach Tucholsky)

Die Katze beim Schlafen überraschen , rabiat im Nacken packen und in den vom Dachboden herbeigezauberten, muffigen Weiden- Katzenkorb stopfen.

Wenn dies vorwärts nicht gelingt, versuchen Sie es rückwärts oder lassen die Katze von oben in den hochkant gestellten Korb hineinfallen  . Als Hilfsmittel können Sie dicke Lederhandschuhe, Decken oder Netze benutzen. Vergessen Sie nicht Verbandsmaterial für sich bereitzulegen. Den Katzenkorb sofort schließen, Schweiß von der Stirn wischen und ab ins Auto. Da der Tierarzt nur noch 10 Minuten Sprechstunde hat, möglichst schnell fahren.

Im Wartezimmer neben einen Hund setzen und diesen die Katze durch das Korbgitter anstarren und eventuell auch anbellen lassen ( er will nur spielen).

Wenn man dann endlich im Behandlungszimmer ist, Korb öffnen und die Katze an den Vorderpfoten oder mit Griff in das Nackenfell herauszerren. Sollte diese sich zur Wehr setzen, mit Handschuhen bewaffnet den Vorgang wiederholen.

Wenn dies auch nicht möglich ist, kann man den über dem Behandlungstisch schwebenden Korb solange schütteln, bis die Katze das Gleichgewicht verliert und herabstürzt. Nach abgeschlossener Behandlung stürmt die aufgebrachte Katze in der Regel dann von allein in den Korb zurück. Beim Schließen der Korbtür sollte man wiederum Handschuhe benutzen, um sich vor den herausprügelnden Pfoten zu schützen.

 

                                                                                
Bedenken Sie, dass eine Katze mit fünf gefährlichen Waffen ausgestattet ist: messerscharfe, spitze Zähne + vier Pfoten mit scharfen Krallen!!!

 

Ratschläge für einen guten Transport zum Tierarzt:

Verwenden Sie für den Katzentransport eine Box, die auch von oben geöffnet werden kann . Die Transportbox sollte der Katze vertraut sein.

Es ist daher sinnvoll, sie immer in der Wohnung stehen zu lassen und sie mit angenehmen Dingen zu verbinden. Sie könnten ihre Katze darin füttern, spielen, einen angenehmen Geruch einbringen ( Katzenminze, Pheromone) oder sie als Schlafplatz bequem gestalten. Schließen sie gelegentlich kurz die Box, wenn Ihre Katze dort gerade einer angenehmen Tätigkeit nachgeht. Schrittweise sollten Sie die Katze an das Anheben, Gehen oder Autofahren mit der Box gewöhnen.
Nehmen Sie sich viel Zeit für dieses Training, da Hausbesuche für Katzen oft keine Alternative sind.
Manchmal reicht die Zeit für ein sorgfältiges Transportboxtraining nicht aus. In diesen Fällen kann man die Katze von oben in die Box setzen und beim Tierarzt wieder herausheben. Vermeiden Sie jegliche Hektik beim Ergreifen Ihrer Katze.

Die Katze sollte insbesondere bei ihrem ersten Transport, aber auch bei folgenden, möglichst keine traumatischen Erlebnisse haben.

Endet der erste Tierarztbesuch ohne eine angsteinflößende oder schmerzhafte Behandlung und folgen vielleicht auch noch Transporte ohne Tierarztbesuch, lässt sich eine Verknüpfung

-Katzenkorb = Transport - Tierarzt - Schmerz - Stress ( - Angst, Aggression) -

weitgehend verhindern. 

Setzen Sie sich im Wartezimmer nicht in die Nähe von Hunden, wenn Ihre Katze nicht gerade ein Hundefan ist.

Haben Sie eine sehr ängstliche Katze , sollten Sie einen Behandlungstermin vereinbaren.

Kurze Wartezeit, keine Hektik im Wartezimmer und ein Tierarzt, der nicht unter Zeitdruck steht, kann die Angst der Katze erheblich reduzieren.

Lassen Sie Ihre Katze vor aufwendigeren Untersuchungen oder Behandlungen nüchtern. Es ist für alle Beteiligten sicherer, eine gestresste Katze per Spritze zu sedieren, als einen Kampf bis zum Ende auszufechten.

Sind Sie Besitzer von zwei Katzen, die gleichzeitig zur Behandlung gebracht werden, sollten Sie zwei Transportboxen verwenden.

Auch wenn Ihre Katzen zu Hause die dicksten Freunde sind, kann Transportstress in einer Box ihre gute Beziehung dauerhaft zerstören.


                                                      

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